visiting mozart

Mozarthaus Vienna
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Sonderausstellung bis 14. Jänner 2018

Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt

1781 vollzog Mozart seinen gewaltigen Schritt vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer. Dafür brauchte er einen neuen Ort (Wien), neue Auftraggeber (von Kaisern bis zu Bürgern), neue Musiker, neue Verleger, neue Spielstätten, neue Sponsoren und neue Zuhörer. Diesen Ansprüchen nachkommend, schuf er seine Netzwerke. Alle Mitglieder derselben kommen nur bei seinen Opernpremieren und seinen Akademien zusammen. Ansonsten finden Kontakte nur vereinzelt statt, je nach Bedarf oder Wunsch. Von seinem Vater hatte Mozart nicht nur das musikalische Handwerk gelernt, sondern auch, wie man Netzwerke bilden konnte.

Die Reisen als siebenjähriges Kind quer durch Europa brachten ihn mit den Spitzen der Königs- und Fürstenhäuser, mit der hohen Geistlichkeit bis hin zum Papst zusammen, mit hochrangigen Militärs, Gelehrten, Künstlern, Dichtern, reichen Bürgern und auch dem normalen Volk, sodass er keine Berührungsängste hatte.
Diese kindlichen Erfahrungen, die ihn zweifellos für sein Leben prägten, kamen ihm später zugute.

Auch in Wien begegneten ihm der Hof mit Joseph II. an der Spitze, hohe Militärs, reiche Bürger, Verleger, Künstler, Dichter, Intellektuelle, Theaterleute, die Freimaurer. Viele von ihnen sponserten ihn materiell und immateriell. Mozart konnte bis auf wenige Krisen gut von seiner Arbeit leben und festigte seinen europäischen Ruhm. Ohne diese geschickte Unternehmerstrategie, die diese Präsentation zu erhellen sucht, wäre ihm dies nicht geglückt. Außerdem setzte er damit ein Zeichen für die musikalische Zukunft.

Kurator: Manfred Wagner


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Eröffnung der Sonderausstellung „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“

Im Mozarthaus Vienna, einem Museum der Wien Holding, eröffnete am 26. Jänner 2017 in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste sowie VertreterInnen der nationalen und internationalen Medienlandschaft die neue Sonderausstellung „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“. (27. Jänner 2017 bis 14. Jänner 2018)

Im Anschluss an die Begrüßung durch Dr. Gerhard Vitek, Direktor des Mozarthaus Vienna, skizzierte der renommierte Kultur- und Musikwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Manfred Wagner einen Abriss der von ihm kuratierten Ausstellung, die W. A. Mozart als Unternehmer präsentiert und sich seinen Kontakten zu Künstlern, Intellektuellen, Verlegern, reichen Bürgern sowie den Königs- und Fürstenhäusern in Wien widmet. Neben einem bisher weitgehend unbekannten Porträt Joseph Haydns von C.L. Seehas, werden unter anderem eine kostbare Schnupftabakdose, beispielgebend für die zahlreichen Geschenke, die der Komponist von seinen prominenten Auftraggebern erhielt, sowie zahlreiche Kupferstiche aus der einzigartigen H. Löschenkohl-Sammlung des Wien Museum gezeigt.

„Mit dieser Sonderausstellung, die Mozart nicht nur als Musiker, sondern auch als Unternehmer zeigt, gehen wir den erfolgreichen, innovativen Weg weiter, der 2016 auf eine sehr gute Resonanz stieß", ist Mozarthaus Vienna-Direktor Dr. Gerhard Vitek überzeugt.

Ein musikalisches Rahmenprogramm mit dem österreichischen Komponisten und Pianisten Jörg Demus und Tenor Daniel Johannsen rundete den Abend stimmungsvoll ab.


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