visiting mozart

Mozarthaus Vienna
D E

Aktuell

Rudolf Buchbinder mit Wiener Mozart Preis ausgezeichnet

Am Mittwoch, den 21. Juni 2017, wurde im historischen Barockgewölbe des Bösendorfer-Saals im Mozarthaus Vienna, einem Museum der Wien Holding, erstmals der „Wiener Mozart Preis für Aufklärung und Neue Ideen“ verliehen. Gewinner des Awards ist der renommierte Pianist und Leiter des Grafenegg Festivals, Rudolf Buchbinder. Die Auszeichnung ist eine Initiative des Mozarthaus Vienna, unterstützt durch die Kulturabteilung der Stadt Wien.

Zu Mozarts Zeit kamen insbesondere auch in der Musikstadt Wien entscheidende Impulse für geistige, politische und soziale Erneuerung mit Ideen wie Toleranz, freie Meinungsäußerung und Ablehnung obrigkeitlicher Willkür auf. Diese aufklärerischen Gedanken bzw. das Konzept der Aufklärung finden sich auch im musikalischen Werk von Mozart wieder.
„‘Der Wiener Mozart Preis für Aufklärung und Neue Ideen‘ rückt Persönlichkeiten, die den Aufklärungs-Gedanken aus der Zeit Mozarts auch heute kritisch weiterführen und sich dazu engagieren, in den Mittelpunkt. Der Preis ist eine gute Möglichkeit, Verdienste um Kunst und Kultur in Wien entsprechend zu würdigen“, betonte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der die Auszeichnung an Rudolf Buchbinder übergab.

Die Auszeichnung erfolgte in Form einer Urkunde und der Übergabe eines innovativ gestalteten Preises, der Raum und Inspiration für eine Vielzahl an Assoziationen in Zusammenhang mit der Aufklärung lässt. Der Preis ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit des Mozarthaus Vienna mit der Wiener Silber Manufactur, vertreten durch die EigentümerInnen Mag.a Brigitte und Georg Stradiot sowie den Architekten und Designer des Preises, Prof. Gregor Eichinger.

Neben Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny fanden sich zahlreiche Ehrengäste zur Preisverleihung ein. Prof. Dr. Clemens Hellsberg, der ehemalige Vorstand der Wiener Philharmoniker, würdigte Rudolf Buchbinder in einer bewegenden Laudatio. Musikalisch umrahmt wurde die von Heinz Sichrovsky moderierte Festveranstaltung vom Bariton Adrian Eröd, begleitet von Christoph Traxler am Klavier. Im Anschluss an den Festakt besuchten die Ehrengäste die aktuelle Sonderausstellung „Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt“.

Weitere Informationen


Sommerkonzerte im Mozarthaus Vienna

Als perfekte Abrundung eines Besuchs im Mozarthaus Vienna bieten wir Juli und August 2017 jeden Donnerstag um 16.00 Uhr ein einstündiges Konzert eines Pianisten im historischen Gewölbe des Bösendorfer-Saals im Mozarthaus Vienna an. Doch auch ohne Besuch in Mozarts einzig erhaltener Wiener Wohnung ist das Konzert ein unvergessliches Erlebnis!

Das Programm:
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Aus Le Nozze di Figaro - Ouvertüre (Bearbeitung für Klavier) KV 492
Sonate für Klavier A-Dur (Alla Turca) KV 331
Rondo für Klavier D-Dur KV 485
Rondo für Klavier F-Dur KV 494

Termine:
06.07. / 13.07. / 20.07. / 27.07. / 03.08. / 10.08. / 17.08. / 24.08. / 31.08.
jeweils 16.00 Uhr

Tickets:
Konzert € 25 | Konzert&Museum € 29
An der Museumskassa täglich zwischen 10.00 Uhr und 18.30 Uhr oder www.wien-ticket.at

Neue Sonderausstellung bis 14. Jänner 2018

Mozart und seine Wiener Netzwerke. Ein Querschnitt

1781 vollzog Mozart seinen gewaltigen Schritt vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer. Dafür brauchte er einen neuen Ort (Wien), neue Auftraggeber (von Kaisern bis zu Bürgern), neue Musiker, neue Verleger, neue Spielstätten, neue Sponsoren und neue Zuhörer. Diesen Ansprüchen nachkommend, schuf er seine Netzwerke. Alle Mitglieder derselben kommen nur bei seinen Opernpremieren und seinen Akademien zusammen. Ansonsten finden Kontakte nur vereinzelt statt, je nach Bedarf oder Wunsch. Von seinem Vater hatte Mozart nicht nur das musikalische Handwerk gelernt, sondern auch, wie man Netzwerke bilden konnte.

Die Reisen als siebenjähriges Kind quer durch Europa brachten ihn mit den Spitzen der Königs- und Fürstenhäuser, mit der hohen Geistlichkeit bis hin zum Papst zusammen, mit hochrangigen Militärs, Gelehrten, Künstlern, Dichtern, reichen Bürgern und auch dem normalen Volk, sodass er keine Berührungsängste hatte.
Diese kindlichen Erfahrungen, die ihn zweifellos für sein Leben prägten, kamen ihm später zugute.

Auch in Wien begegneten ihm der Hof mit Joseph II. an der Spitze, hohe Militärs, reiche Bürger, Verleger, Künstler, Dichter, Intellektuelle, Theaterleute, die Freimaurer. Viele von ihnen sponserten ihn materiell und immateriell. Mozart konnte bis auf wenige Krisen gut von seiner Arbeit leben und festigte seinen europäischen Ruhm. Ohne diese geschickte Unternehmerstrategie, die diese Präsentation zu erhellen sucht, wäre ihm dies nicht geglückt. Außerdem setzte er damit ein Zeichen für die musikalische Zukunft.

Kurator: Manfred Wagner

Kaiser Josef am Spinett WEB.jpgWolfgang Amadeus Mozart am Klavier. Unvollendetes Ölgemälde von Joseph Lange 1789 .jpgAdamberger.jpg


Bilder:
Josef Hauzinger: Kaiser Joseph II. am Spinett mit seinen zwei Schwestern, 1778
© KHM-Museumsverband (links)
Joseph Lange: unvollendetes Ölgemälde von Wolfgang Amadé Mozart, 1789
© Internationale Stiftung Mozarteum (ISM) (Mitte)

Johann Hieronymus Löschenkohl: Valentin Adamberger, um 1786 © Wien Museum (rechts)

Weitere Bilder zur Ausstellung

Online Katalog zur Sonderausstellung

X